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Das Modulhaus: Die Antwort auf neue gesellschaftliche Anforderungen an die Baubranche

von Mario Wilkens

Sprechen Bauherren von dem vielzitierten „Traum vom Eigenheim“ haben die meisten wohl ein klassisches Bild vom Einfamilienhaus mit Vorgarten und Gartenzwerg vor Augen. Doch mittlerweile lässt sich ein neuer Trend in der Immobilienbranche ausmachen. Das „Downsizing“, was auf Deutsch so viel heiß wie Gesundschrumpfen, wird immer öfter auch auf Immobilien angewandt. In welchen Wohnkonzepten sich das Gesundschrumpfen äußert und warum die Bewegung immer mehr Anhänger findet.

Andere Lebensbereiche machen es vor: Möbelhersteller wie IKEA bringen stark reduzierte Minimalismus-Produktlinien auf den Markt und in unseren Supermarktregalen finden wir immer mehr Lebensmittel mit dem Etikett „Light“ oder „Zero“. Das Eigenheim Zero gibt es als Containerhaus, Mobilheim oder modulares Raumsystem. Diese alternativen Wohnkonzepte haben gemeinsam, dass sie in der Regel über kein festes Fundament verfügen, also bei Bedarf mit umziehen können. Außerdem sind sie deutlich kleiner als herkömmliche Häuser. Doch warum entscheiden sich Hausbesitzer bewusst für das Wohnen im Kleinhaus? Einer der wesentlichen Aspekte des Wohnens im Minihaus ist für viele Eigenheimbesitzer wohl der der Nachhaltigkeit. Jeder Quadratmeter verbraucht zusätzlich Energie durch Strom- und Heizkosten. Eine Zeit des Klimawandels und der immer knapper werdenden fossilen Ressourcen erfordert neue Konzepte eines ökologischen Wohnens. Des Weiteren bestehen viele Modulhäuser überwiegend aus nachhaltigen Baustoffen wie Holz. Containerhäuser beispielsweise bestehen aus ausrangierten Schiffscontainern, wodurch keine zusätzliche Umweltbelastung entsteht.

Kosten- und Zeitersparnis

Je höher die Quadratmeterzahl, desto höher die laufenden Kosten. Gerade in Großstädten, in denen die Preise in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, ist bezahlbare Wohnfläche gefragt. Doch das Einsparen von Wohnfläche kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Der zusätzliche Wohnraum muss geputzt und instandgehalten werden. Wer sich auf das Wesentliche beschränkt, spart nicht nur Geld, sondern hat auch mehr Freizeit.

Sich wandelnde Lebenskonzepte

Lebensläufe waren die letzten Jahrhunderte determiniert. Man erlernte einen Beruf, heiratete und gründete eine Familie. Heute leben wir in einer multiplen Gesellschaft mit vielen verschiedenen Lebensentwürfen. So entscheiden sich heute viele Menschen bewusst dazu, ohne festen Partner zu bleiben. Hinzu kommt, dass die Anzahl an Senioren kontinuierlich steigt. Der wachsende Senioren- und Singleanteil führt zu einer wachsenden Nachfrage für kleinflächige Wohnräume. Hier bieten Mobilheime, Containerhäuser & Co. die perfekte Antwort.

Weniger Investitionsrisiko bei mobilen Kleinhäusern

Fragt man Makler nach dem wertbestimmenden Faktor einer Immobilie, so werden viele gemäß einer Weisheit aus Branche antworten: „Lage, Lage und nochmals Lage“. Der Preis eines Hauses bemisst sich zu einem erheblichen Teil durch das Grundstück, auf dem es gebaut ist. Sinkt der Grundstückswert beispielsweise durch den Bau eines Flughafens in der Nachbarschaft, sinkt auch der Wert des gesamten Hauses, auch wenn es noch so gut in Schuss ist. Es kommt zu einem massiven Kapitalverlust für den Eigentümer. Nicht so bei Mobilheimen. Zwar kann auch hier der Grund und Boden, auf dem sie stehen, an Wert verlieren. Das Haus jedoch bleibt davon unberührt, da es ganz einfach woanders wiederaufgebaut werden kann.

Fakt ist: Sich wandelnde Umstände wie der Klimawandel und Ressourcenknappheit erfordern neue Ansprüche an modernes Wohnen. Ob modulare Systeme wie Modulhäuser, Mobilheime oder Containerhäuser sich hier als neuer Standard etablieren, bleibt abzuwarten. Wer sich für das Thema interessiert, der findet auf Modulheim.de weitere Informationen.

Quelle:

http://www.haus-selber-bauen.com/